Petition für unsere Gewässer

Politik

Petition für unsere Gewässer

Die Industrie-Lobby sägt mal wieder an Umweltschutzgesetzen. Diesmal soll der Wasserschutz aufgeweicht werden. Der NABU und andere Umweltschutzorganisationen stemmen sich mit einer Petition dagegen, damit die mühsam erzielten Fortschritte nicht gleich wieder den Bach runter gehen.

Ich bin inzwischen seit 33 Jahren Bürger der Europäischen Union (und stolz drauf). Wie oft ich aber in dieser Zeit in einem natürlichen Gewässer schwimmen war, kann ich an einer Hand abzählen. Kein Wunder, denn unsere Gewässer sind in einem ziemlich miesen Zustand. Im Aasee planschen zu gehen ist leider verboten. Aber auch heimlich würde ich das nicht tun, bei all den Blaualgen. So geht es vielen Gewässern in Deutschland und in Europa. Doch es zeichnet sich ein Silberstreif am Horizont ab.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie

Grund dafür ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Sie wurde im Jahr 2000 verabschiedet und soll unsere Gewässer bis spätestens 2027 in einen „guten“ ökologischen Zustand versetzen. Erste Maßnahmen können wir hier in Münster auch schon sehen, z. B. bei der renaturierten Aa im Bereich der Kanalstraße und der Sentruper Straße.

Finger weg, liebe Lobby!

Eben diese Wasserrahmenrichtlinie ist jetzt aber in Gefahr. Lobbyisten, deren Kinder offenbar gerne in Nitrat-Quecksilber-Laugen baden, wollen diese Richtlinien aufweichen und die EU-Kommission zum Einknicken bringen. Deshalb haben der NABU und andere Umweltschutzorganisationen eine Petition gestartet, um die Wasserrahmenrichtlinie und die damit verbundenen Ziele in ihrer jetzigen Form zu erhalten.

Hier kannst Du die Petition mit unterschreiben (ich hab’s schon getan). Mehr Infos über den Schutz unserer Gewässer findest Du hier beim WWF.

Kommentare(0)